Primaten, Affen & Exoten












Aufzucht & Geburt


                                                                                                                                                    
 

Die Nachzucht in Gefangenschaft sollte das Ziel bei der Haltung von Krallenäffchen sein.

Fortpflanzung:
Krallenaffen werden zwischen9-18 Monaten, je nach Art Geschlechtsreif .Die Schwangerschaft bei den Krallenäffchen dauert in etwa 5 Monate. Einige Wochen vor der Geburt sieht man den verdickten Bauch, der zum Ende der Tragezeit nach unten rutscht und das Weibchen ist jetzt auch weniger Aktiv. Dann kommen meistens Zwillinge 78% selten Drillinge 5%oder einzelne 17% Junge zu 99% nachts zur Welt. Bei einer Drillingsgeburt wird das schwächste Junge nach kurzer Zeit eingehen, oder man zieht es mit der Hand auf. Die Handaufzucht ist zeitaufwendig und nicht leicht! Die Geburt dauert ungefähr 1 Stunde, der Abstand zwischen den Jungen liegt bei ca. 5min und ca. 20min nach dem letzten Jungen folgt die Nachgeburt und wird von alle Familienmitglieder aufgefressen. Nach der Geburt wird das Weibchen am 8 Tag wieder Empfängnisbereit und kann vom Männchen wieder Gepaart werden.

Aufzucht der Jungen:

Die Haupttrage- und Pflegearbeit übernimmt meistens der Vater, aber auch die Geschwister. Wenn die Jungen gestillt werden müssen, bringt der Vater sie zur Mutter, übergibt sie für diese Zeit und nimmt sie anschließend wieder zu sich .Die Jungtiere fangen mit 30 Tagen an feste Nahrung zu sich zu nehmen, werden aber ca. 100 Tage gesäugt .Alle Angehörigen der Gruppe leisten Ammendienste. Nach 6 Monaten werden die Jungen entwöhnt und beginnen als Subadulte Tiere die nächste Aufzucht zu erlernen. Subadulte Tiere sollten mindestens eine Aufzucht mitmachen bevor sie abgegeben werden.
 
Handaufzucht: Es sind meistens tragische umstände die uns zwingen Junge mit der Hand auf zu ziehen! Tot der Mutter, verstoßen oder nicht annehmen der Jungen oder durch eine Drillings oder Vierlinksgeburt was sicherlich das positivste ist. Wen man in einer solchen Situation kommt, muss man sich entscheiden ob man das oder die Jungen aufzieht, oder der natürlichen verlauf nachgibt. Wenn man sich entschieden hat, das oder die Jungen mit der Hand auf zu ziehen, wird man in den nächsten Wochen wenig Schlaf und Freizeit haben. Wenn möglich sollte man bei einer Drillings oder Vierlinksgeburt das oder die aufzuziehende Jungtiere 1 Tage bei der Mutter lassen und dann erst zu entnehmen und mit der Hand aufziehen. Ist es nicht möglich, wird am 1 Tag der Geburt einmal Traubenzuckerlösung gegeben um den Magen - Darmtrakt zu entleeren und zu aktivieren. Es wird mit einen befeuchteten Zewa der After des Kleinen stimuliert, das der Darm und die Blase entleert werden (nach jeder Mahlzeit)was die Mutter eigentlich übernimmt und aufleckt. Wir geben Milupa Aptamil Pre Säuglingsmilchnahrung bis zur Entwöhnung (1 ml pro Mahlzeit, nicht mehr dar sonst die Gefahr eines Darmverschlusses besteht) mit einer Pipette, einer Spritze mit einem Fahrrad Ventilgummi, oder mit einer kleinen Flasche. Es wird alle 2 Stunden gefüttert von 6 bis 12 Uhr ,4 Wochen lang und wird dann der festen Nahrung angepasst . Ab der 4 Wochen kann man versuchen, ob die oder der Junge die Säuglingsnahrung von einen flachen Teller leckt. Man beginnt jetzt auch fester Nahrung zu geben, Brei, zerquetschte Banane, Apfel und anderen klein geschnittene Obstsorten.

Früh & Todgeburten:
Bei Krallenäffchen kann es bei Stress Genetischen Defekten, schlechte Pflege und Haltung zu Fehlgeburten kommen. Oft kommt es zu Komplikationen bei der Erstgeburt, weil das Weibchen unerfahren ist .Sie werden verworfen oder zu spätes abnabelt was sicher zum Tode führt.


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