Primaten, Affen & Exoten












Krankheiten


* Bei artgerechter Haltung und Ernährung dürften die Äffchen eigentlich keine Gesundheitsprobleme bekommen. Trotzdem können sie natürlich irgendwann erkranken. In diesen Fällen ist möglichst ein geeigneter Arzt zur Diagnose und Behandlung zu Rate zu ziehen.

* Ohne eingehende Untersuchung durch den Tierarzt sollte man auf keinen Fall eine Selbstbehandlung durchführen.

* Bei kleineren Leiden können Sie einige der grundsätzlichen Erkenntnisse anwenden, mit der gebotenen Vorsicht natürlich. Besonders wichtig ist gerade bei so heiklen Pfleglingen das Prinzip, dass vorkehren besser ist als heilen. Durch eine gute Haltung können Sie zweifellos viele Erkrankungen vorbeugen.
Hier ein paar Krankheiten im Überblick.


Erkältung
Bei Erkältungen ist größte Vorsicht geboten. Wenn die Äffchen zu kalt gehalten werden, kann dies genau so gefährlich sein wie eine zu warme Haltung bei Zugluft oder zu krassem Wechsel in Außenbedingungen. Wenn man selbst eine Erkältung hat, sollte man sich tunlichst von den Tieren entfernt halten, da fast alle unsere ansteckenden Krankheiten auch auf die Äffchen (und umgekehrt auf dem Menschen) übertragbar sind. Als Tropenwesen haben sie gegenüber Grippe, Schnupfen, Husten und der gleichen oftmals nur unzureichende Abwehrkräfte.

Einem trotz der nötigen Vorsichtsmaßnahmen erkälteten Tier sollte man zusätzliche Wärmequellen anbieten (Heizstrahler oder Infrarotlampe). In hartnäckigen Fällen können auch leichte Präparate verabreicht werden (Z.B. Tetracylin am besten in Depotform 1mal täglich 20mg/Kg KGW für 4 - 6 Tage). Am besten immer mit der Absprache des Tierarztes.


Durchfall
Ein gelegentlich auftretender Durchfall kann verschiedene Ursachen haben, die vor einer Behandlung geklärt werden müssen. Da Affen grundsätzlich sehr leicht erregbar sind, neigen sie selbst bei geringfügigen Aufregungen zu einer beschleunigten Verdauung. Ging das Absetzen dünnen Kots deshalb mit einem ungewöhnlichen Ereignis einher, sollte man erst die weitere Entwicklung abwarten.

Ebenfalls sehr häufige Ursache von derartigen Verdauungsstörungen ist das Füttern mit zu vielen treibenden Gemüsen oder Früchten, wie Beeren, Kirschen, Birnen, Gurken usw. Bei Durchfall sind diese sofort abzusetzen und durch eine Schonkost zu ersetzen, die wenig Feuchtigkeit enthält und stopfend wirkt. Zwieback und Bananen eignen sich dafür, aber auch Apfel in geringen Mengen und das übliche Brei- oder Standardfutter mit etwas Kakao oder einem leichten Stopfmittel für Kinder. Als Getränk ist milder Kräutertee zu empfehlen. Bei anhaltendem Durchfall salzt man diesen leicht, da dem Körper dadurch wieder die verlorengegangenen Mineralien zugeführt werden. Wenn selbst diese Schonkost und eventuell gegebene Kohlekompretten, Stulmisan, Kaoprompt oder andere bindende Mittel nicht zu einer Besserung führen, ist der Arzt zu Rate zu ziehen. Eventuell muss dann eine frische Stuhlprobe auf etwaige Erreger untersucht werden.



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